Wenn Du eine Alternative zu Yoga, Stretching und Slacklinen suchst…

Was haben diese drei Dinge miteinander zu tun? Klar: alles Dinge, die Kletterer machen, um ihre Klettertechnik zu verbessern.

Klettern und Feldenkrais: eine gute Mischung!

Klettern und Feldenkrais: eine gute Mischung!

Ich stehe zumindest einigen diesen Dingen recht kritisch gegenüber:

  • Slackline: Das Argument, was ich immer höre, warum “Slacken” gut für´s Klettern ist, lautet -Gleichgewicht- und -Balance-.  Klar, Gleichgewicht ist gut für´s Klettern. Aber ob das alleine rechtfertigt, auf diesem Spanngurt herumzutanzen? Also gut, es macht Laune, und passt gut zum Klettern. Aber ob das echt was bringt, ich bezweifle es….
  • Stretching: Meine Achillesferse, die Beweglichkeit! Und was habe ich nicht schon gedehnt, gezerrt und gestretcht. Leider mit wenig Erfolg. Kann sein, dass das mein persönliches Problem ist, aber irgendwie bringt´s bei mir nichts, auch wenn ich gerne beweglicher wäre.
  • Yoga: Auch Yoga wird gerne genannt, wenn es um kletterunterstützende Tätigkeiten geht. An Yoga glaube ich, die Beweglichkeit verbessert sich tatsächlich. Tut aber auch weh, aber was solls….

Was ich aber nie höre, und deshalb möchte ich es hier einmal in den Raum stellen: Feldenkrais! Eine Methode, seine Bewegungsqualität zu verbessern. Erfunden von Moshé Feldenkrais (1904-1984), und zwar schon vor sehr langer Zeit. Alleine die Biografie von Feldenkrais ist extrem interessant, er hat z.B. mit David Ben-Gurion (Gründer des Staates Israel) und Jigoro Kano (Begründer des Judos) gearbeitet. Einer der interessantesten Menschen des letzten Jahrhunderts! (Meine Meinung). Die Feldenkreis Methode verhilft zu einem verbesserten Körperbild und zu optimaleren Bewegungen. Alles Dinge, die für uns Kletterer sehr hilfreich sind! Die Ergebnisse sind immer sehr überraschend, Feldenkrais war seiner Zeit weit voraus. In seinen Büchern verbringt er viel Zeit mit der Erläuterung theoretischer Grundlagen und Hintergründe von Bewegung, wen das stört der möge es überlesen. Wer aber alles versuchen will, um seine Bewegungsqualität zu verbessern, der sollte sich mit seinem Buch “Bewusstheit durch Bewegung” beschäftigen! Wer gut Englisch kann, dem empfehle ich den kostenlosen Download einiger Lektionen auf der englischen Seite openATM.org: Feldenkraislektionen als Download (Englisch)

Diese Lektionen basieren zwar auf seiner Originalarbeit, ich empfehle aber auf jeden Fall auch das Original “Bewusstheit durch Bewegung” zu lesen!

Category: Klettern, Klettertechnik, mentales, Tipps

Comments (2)

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  1. klettervirus says:

    Das klingt echt gut. Bei mir hat auch intensives Stretchen nie viel gebracht, vielleicht sollte ich mal einen Kung Fu Trainer fragen.
    Aber das schöne an der o.g. Feldenkrais-Methode ist ja eben, dass sie meine Regenerationsfähigkeit nicht belastet, also auch direkt vor oder nach dem Klettern gemacht werden kann. Es werden nicht die Muskeln, Sehnen und Bänder belastet, sondern das Nervensystem.

  2. Alter Schwede says:

    Kung Fu und speziell das Formen-Training und die Dehnübungen haben mir im Nachhinein bzgl. der Beweglichkeit geholfen. Greife manchmal auf einige Bewegungsmuster zurück. Man lernt da in allen Stellungen tief zu stehen und den Stellungswechsel so tief wie möglich durchzuführen. Das ist gut fürs Hochantreten, Schwerpunkt-Schiebereien und das Gleichgewicht.

    Damit man tiefer kommt, dehnt man viel, laaange und recht schmerzhaft. Dann wird man schnell beweglicher.

    Gruß

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